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Gastbeitrag: Best Practices in Corona-Zeiten bei der HENRICHSEN AG

Wie geht ein Great Place to Work® mit der aktuellen Situation um? Wir haben die HENRICHSEN AG gebeten, uns einen Einblick zu geben.

Die Frage möchte ich zunächst mit einem Bild beantworten. Als Führungsmannschaft der HENRICHSEN Gruppe geben wir unser Bestes, unser Schiff trotz stürmischer See, Untiefen und sehr schlechter Sicht um alle Klippen sicher zu schiffen, trotzdem weiter auf Kurs zu bleiben und dabei die oberste Devise „alle Mann (Frau) (gesund) an Bord“ sicherzustellen!

Kurzfristig handeln

Wir sind Anfang März, noch bevor Corona wirklich in Deutschland losging, durch einen Corona-positiv getesteten Mitarbeiter von heute auf morgen mit einer Quarantäne für über 40 Mitarbeiter, also ca. 25% der Belegschaft, gestartet. An dem Tag war wirklich Krisenmanagement angesagt, heißt schnelles und entschlossenes Handeln. Übernahme der Krisenmanagementverantwortung im Vorstand, viele persönliche Telefonate mit verunsicherten Mitarbeitern, Corona-Gruppe in unserem Social Intranet für tägliche Updates, Definition von Verhaltensmaßregeln, Kundeninformation, Einführung einer täglichen Corona-Task-Force mit Besetzung aus Mitgliedern aller Teams, Organisation eines eigenen Arztservices für unsere Mitarbeiter, der eine Woche 10 Stunden am Tag telefonisch verfügbar war, nachdem wir festgestellt haben, dass die Gesundheitsämter völlig überfordert waren. Als Digitalisierungs- und Automatisierungsexperten für papierbasierte Prozesse in Unternehmen hatten wir uns bereits frühzeitig mit der Digitalisierung unserer eigenen Arbeitsplätze beschäftigt. Unser Treiber damals vor 6 Jahren, als wir die Initiative unter dem Namen ZEN-IT gestartet hatten, war die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität im Sinne von Steigerung der Flexibilität durch Arbeiten zu jeder Zeit von jedem Ort aus. Dies kam uns nun in der Krise zu Gute und alle internen Prozesse liefen trotz Homeoffice nahezu reibungsfrei weiter.

Weiter auf Kurs bleiben

Nachdem wir aus dem kurzfristig-orientierten Krisenmodus raus waren und die Klippe Quarantäne gut umschifft hatten, haben wir uns mit unserem weiteren Kurs beschäftigt. Um gemäß unserer Firmenkultur offen und transparent gemeinsam als Team auf Augenhöhe zu agieren, haben wir unsere drei Top-Handlungsmaxime festgelegt:

  1. Maxime: Stark bleiben und den Laden am Laufen halten: Sicherstellen, dass wir arbeitsfähig bleiben. Alle zusammen helfen, damit wir die Aufträge reinholen, die die Auslastung der eigenen Mannschaft sicherstellen.
  2. Maxime: Mitarbeiter schützen und stark sein für unser Umfeld: Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und der Familien schützen. Für unsere Kunden da sein, weil echte Partnerschaft dann sichtbar wird, wenn’s eng wird. Im Rahmen unserer Möglichkeiten für unser Umfeld stark sein.
  3. Maxime: Fit für die Zukunft: Weiter an unserer Strategie arbeiten und die Zeit nutzen, um uns für Morgen aufzustellen. Deshalb so wenig wie möglich Maßnahmen, so viel wie nötig, um Maxime 1 und 2 sicherzustellen.

 

Diese Handlungsmaxime machten wir in der Folge in der Mannschaft in einem Video-Livestream durch den Vorstand bekannt und stellten unsere folgenden Entscheidungen immer in den Kontext dieser Maxime. So wurden die Entscheidungen berechenbar. Unsere Mitarbeiter haben immer verstanden, aus welcher zugrunde liegenden Motivation wir welche Entscheidung treffen. Einige Beispiele im Kontext der Handlungsmaxime „Stark für unser Umfeld“ waren: Die Aufstockung von Stunden einer Mitarbeiterin in Teilzeit, deren Mann in Kurzarbeit musste, weil wir die Zeiten gut nutzen konnten und das Einkommen der Familie sicherstellen konnten. Vorauszahlung unseres langjährigen Eventpartners für den geplanten Betriebsausflug im September, da dieser durch Corona in Liquiditätsengpässe gekommen war. Ausstattung des Straubinger Frauenhauses mit kostenlosen Laptops/iPads, um eine Verbindung zu deren Familien sicherzustellen.

Zusammenhalten – gerade jetzt

Unser soziales Miteinander hat sich in dieser herausfordernden Zeit toll entwickelt. Die Teams halten super zusammen, alle leisten ihren Beitrag – angefangen vom hohen zeitlichen Engagement bis hin zu freiwilligem Urlaubsabbau bei Auslastungslücken. Die Teams organisieren sich selbst, wie zum Beispiel in der täglichen 9.20 Uhr „virtual coffee break“ unseres Tochterunternehmens HENRICHSEN4easy, in dem viel gelacht wird. Der offene Umgang mit den Menschen sowohl intern, auf Kundenseite und in unserem Umfeld wird sehr geschätzt. Selten haben wir so viel positives Feedback in der Führung in so kurzer Zeit bekommen. Trotz täglicher Herausforderungen im Operativen lassen wir den Kopf nicht hängen. Im Gegenteil, wir feiern unsere Erfolge trotz Corona. Besonders schön war dies zu sehen nach der Kommunikation unserer Prämierung als einer der Besten Arbeitgeber Bayerns durch Great Place to Work® in unserem Social Intranet. Die HENRICHSEN-interne Challenge #sojubeltHENRICHSEN zeigt ohne viele Worte, wie wir uns freuen und welche Stimmung in der Mannschaft ist.

Durch diese Aktion entstand bei den Mitarbeitern die Idee, auch unseren Kunden zu zeigen, dass wir trotz Corona für sie da sind und an sie denken. So entstand die Kampagne „Nah im Herzen, trotz verteilt über viele Homeoffices – wir von HENRICHSEN denken an Sie“. Denn die große Chance in der Krise ist, dass Menschen zusammenrücken. Corona zeigt uns, wie wichtig Nähe und Zusammenhalt sind. Und so ging letzte Woche eine Karte mit einem Schokoherz an unsere Kunden, denn Liebe geht bekanntlich ja durch den Magen.

Mehr muss man zur Führung und zur Motivation der tollsten Mannschaft der Welt wohl nicht sagen. Mit großem Stolz und einem breiten Lächeln auf dem Gesicht schließe ich meinen Beitrag und wünsche Ihnen von Herzen: Bleiben Sie gesund!

 

 

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Corona Best Practices BRICKMAKERS      
             
Gastbeitrag: Best Practices in Corona-Zeiten bei BRICKMAKERS

 
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Gastbeitrag: Best Practices in Corona-Zeiten bei der PPI AG

 

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„Corona Best Practices“: MEGLA GmbH im Interview


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