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Wie schreibe ich ein Kultur Audit?

Das Kultur Audit stellt Fragen zu mitarbeiterorientierten Personalmaßnahmen und -konzepten, die ausschlaggebend für eine starke Unternehmenskultur sind. Sie fragen sich jetzt vielleicht:

  • Was genau will Great Place to Work® wissen?
  • Wie umfangreich sollen die Antworten auf die offen gestellten Fragen sein?
  • Was unterscheidet ein gutes von einem sehr guten Kultur Audit?

Die folgenden sechs Tipps sollen Sie unterstützen, ein großartiges Kultur Audit zu schreiben und uns ein besseres Verständnis Ihrer Arbeitsplatzkultur ermöglichen.

① Erkennen Sie den Nutzen.

Manchmal hilft es, den Nutzen der eigenen Arbeit noch einmal vor Augen zu führen. Abgesehen von der Chance auf eine Auszeichnung, liefert das Kultur Audit eine strukturierte Bestandsaufnahme aller Ihrer Personalmaßnahmen und –angebote. Darüber hinaus ermöglicht unsere Auswertung im Zusammenspiel mit der Great Place to Work® Mitarbeiterbefragung wertvolle Hinweise zu Stärken und Entwicklungsfeldern sowie der Wirksamkeit Ihrer Personalarbeit.

Bereits die Bearbeitung wirft folgende Fragen auf:

  • Welche Haltung vertreten wir zu dem jeweiligen Thema?
  • Worum geht es uns im Kern und welche Ziele verfolgen wir dabei?
  • Welche Prinzipien verfolgen wir in der Arbeit und Zusammenarbeit?

Sie reflektieren Ihre eigene Arbeit und schaffen sich alleine damit eine wertvolle Grundlage für die Weiterentwicklung Ihrer Organisation und Ihrer Kulturarbeit. Schlussendlich formulieren Sie auch schon ansprechend und authentisch Ihre Alleinstellungsmerkmale und Angebote, die Sie dann über weitere Kanäle nach Innen und Außen tragen können. Sie stärken somit Ihre Position als attraktiver Arbeitgeber.

 

② Tragen Sie Wissen zusammen.

Holen Sie Informationen von den Personen ein, die Ihre Kultur am besten kennen und bestimmen Sie klare Zuständigkeiten.

  • Befragen Sie beispielsweise die Geschäftsführung im Einzelinterview zu den Haltungsthemen und Prinzipien der Arbeit und Zusammenarbeit, zu der Unternehmensgeschichte, zum Leitbild und zum Führungsverständnis
  • Führen Sie Interviews (Einzel- oder Gruppeninterviews) mit Experten zu den Themen durch. Diese können Führungskräfte, Mitglieder der Personalabteilung oder ausgewählten Mitarbeitenden sein.

Oftmals wird ein Hauptverantwortlicher zur Bearbeitung des Kultur Audits benannt. Dieser muss nicht zwingend hoch in der Organisation angesetzt sein. Im Gegenteil: Je mehr Verantwortung Sie tragen, desto weniger Zeit haben Sie. Einige der Unternehmen machen sehr gute Erfahrungen damit, das Kultur Audit auf verschiedene Verantwortliche aufzuteilen oder beauftragen PraktikantInnen / studentische Mitarbeitende mit der Verfassung des Kultur Audits im Rahmen eines Projektes.

③ Setzen Sie sich mit unserer Bewertungsmethode auseinander.

Ausgezeichnete Arbeitgeber zeigen uns, dass Ihre Philosophie und Maßnahmen die folgenden Qualitäten aufzeigen:

  • Einbeziehung: Programme und Maßnahmen gelten für jeden - nicht nur für Führungskräfte. Zudem werden die Mitarbeitenden bei der Gestaltung miteinbezogen.
  • Integration: Ihre Programme und Maßnahmen sind miteinander verbunden und folgen einem übergeordnetem Leitmotiv.
  • Originalität: Ihre Programme, Grundsätze und Maßnahmen sind einzigartig und kreativ und atmen den Spirit Ihres Unternehmens.
  • Vielfalt: Es ist eine Bandbreite von Maßnahmen, Programmen und weiteren Angeboten vorhanden.
  • Human Touch: Wertschätzung, Herzlichkeit und menschliche Wärme prägen Ihre Angebote.

 

④ Zeichnen Sie ein lebendiges Bild von Ihrem Arbeitsplatz.

Was hilft uns nun, einen konkreten und klaren Eindruck Ihres Arbeitsplatzes zu bekommen und die oben beschriebenen Qualitäten zu erfassen?

  • Listen Sie Ihre Programme und Maßnahmen nicht einfach nur auf. Erzählen Sie uns, was genau Ihre Angebote einzigartig macht und wie Sie Ihre Arbeitsplatzkultur prägen.
  • Beschreiben Sie den positiven Einfluss der Angebote auf Ihre Mitarbeitenden.
  • Denken Sie auch an für Sie „Selbstverständliches“, wie beispielsweise Rituale bei Geburtstagen und Jubiläen von Mitarbeitenden.
  • Illustrieren Sie, wie Ihre Maßnahmen in der gelebten Praxis aussehen und fügen Sie diese Ihrem Zusatzmaterial bei (siehe Tipp 6).

Wir lieben Enthusiasmus und Engagement, aber vergeben keine extra Punkte für ein Kultur Audit in Romanlänge. Die besten Kultur Audits sind für gewöhnlich präzise und eher mit dem Fokus auf Substanz als aufgeplustert. Gleichzeitig transportieren sie Menschlichkeit und Wärme. Fokussieren Sie sich auf Qualität und nicht auf Quantität.

⑤ Bleiben Sie organisiert.

Wie strukturieren Sie Ihr Kultur Audit am besten?

  • Beginnen Sie mit einem Satz oder kurzem Absatz zu der Haltung und den Prinzipien, die Sie in dem entsprechenden Thema vertreten.
  • Listen Sie anschließend Programme und Maßnahmen mit Bullet Points, fett gedruckt oder in Großbuchstaben auf. Diese Struktur hilft Ihnen auch in der weiteren Beschreibung, indem Sie den aufgelisteten Punkten folgen und sie in einzelnen Abschnitten beschreiben.
  • Erläutern Sie daraufhin Ihre Maßnahmen verständlich und präzise.
  • Wenn Sie mit mehreren Personen an Ihrem Kultur Audit arbeiten, lesen Sie es am Ende des Prozesses noch einmal gegen, um sicher zu gehen, dass alle Beschreibungen zusammenpassen und die Formatierung konsistent ist.

⑥ Nutzen Sie Zusatzmaterial, um Ihre Geschichte zu erzählen.

Manchmal könnte bei Ihnen das Gefühl aufkommen, dass Ihre geschriebenen Antworten der Einzigartigkeit Ihrer Unternehmenskultur nicht gerecht werden. Nutzen Sie deshalb die Möglichkeit, unterstützendes Material in dem Online-Fragebogen hochzuladen: 

Beispiele für Zusatzmaterial:

  • Fotos und Videos von Mitarbeitenden bei der Arbeit oder bei der Teilnahme an Unternehmensaktivitäten (Feiern, Teamaktivitäten, usw.).
  • Jahresbericht, Zeitungsartikel, Pressemitteilungen.
  • Mitarbeitenden-Kommunikation: Newsletter, Videos, Vorstandsmails, Screenshots von Intranet-Beiträgen usw.
  • Recruiting und Onboarding-Materialien.
  • Leitbilddokumente (Vision, Mission, Werte, Prinzipien), Unternehmensslogans, Unternehmensphilosophie.
  • Kommunikationsmaterial bei Kündigungen (Sozialplan etc.).
  • Unternehmenshistorie, Profile der Gründer und einflussreichsten Führungspersönlichkeiten, Vorstandsreden.
  • Beispiele von Trainingsmaterialien.
  • Kommunikationsmaterialien von Anerkennungsprogrammen.
  • Alles, was sonst noch hilft, um ein klares Bild Ihrer einzigartigen Arbeitsplatzkultur zu bekommen!

Zusammengefasst

Fokussieren Sie sich darauf, den Spirit Ihres Unternehmens zu beschreiben. Vermeiden Sie, zu viele Informationen zu schicken, so dass Ihre Message nicht untergeht, aber genug, damit Great Place to Work® genau weiß, warum Ihre Arbeitsplatzkultur besonders ist.
Wir freuen uns auf Ihr großartiges Kultur Audit! Viel Erfolg!

 

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