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Die Great Place to Work® Benchmark-Systematik: Nur im Vergleich zu anderen Unternehmen lassen sich Ergebnisse richtig bewerten

Gute Fairness und kritische Gehaltszufriedenheit? Durch die Great Place to Work® Mitarbeiterbefragung können Unternehmen den Status Quo ihrer Unternehmenskultur erfassen. Doch wie interpretiert man die Antworten anschließend richtig? Unsere Benchmark-Systematik hilft dabei, die Befragungsergebnisse sinnvoll einzuordnen.

Als internationales Forschungs- und Beratungshaus zertifiziert Great Place to Work® weltweit Unternehmen mit herausragender Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur. Unser wichtigstes Instrument ist die Durchführung einer anonymen Mitarbeiterbefragung, um den Status Quo der Unternehmenskultur aus Sicht der Mitarbeitenden zu erfassen. Für einen transparenten und fairen Zertifizierungsprozess setzen wir dabei auf einen weltweit standardisierten Fragebogen, dessen Qualität durch wissenschaftliche Studien langjährig belegt wird. 

Wann gibt es Handlungsbedarf?

Neben der validen Messung besteht ein Hauptziel unserer Arbeit darin, Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Unternehmenskultur zu unterstützen. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung bieten hier eine Vielzahl von Ansatzpunkten für die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen. Wichtig ist dabei insbesondere, die Ergebnisse angemessen zu interpretieren und die richtigen Verbesserungsfelder zu identifizieren. Es mag zunächst viel klingen, wenn bspw. 80% der Mitarbeitenden eine von ihrem Geschlecht unabhängige Behandlung wahrnehmen – aber ist es das auch? Gibt es Handlungsbedarf, wenn „nur“ 60% eine angemessene Bezahlung erleben?

Die Beurteilung beider Ergebnisse hängt offensichtlich davon ab, wie die entsprechenden Fragen typischerweise beantwortet werden. Eine für alle Fragen identische Faustregel (im Sinne von „gut ist alles ab einem Wert x“) ist hier wenig zielführend, weil sich die verschiedenen Facetten der Unternehmenskultur deutlich darin unterscheiden, wie „leicht“ sie sich entwickeln lassen und welches Niveau daher erwartbar ist. Neben den unternehmerischen Rahmenbedingungen spielen hier grundlegende psychologische Prozesse eine Rolle, die die Bewertung der Unternehmenskultur beeinflussen.

Die Great Place to Work® Benchmark-Systematik

Vor diesem Hintergrund ist es für Great Place to Work® wichtig, dass individuelle Befragungsergebnisse immer im Kontext der bestmöglichen Vergleichsergebnisse anderer Unternehmen stehen. Wir greifen dabei auf folgende Systematik zurück:

  • Für stabile und aktuelle Vergleichsergebnisse ziehen wir Daten von Unternehmen heran, die in den letzten fünf Jahren eine Great Place to Work® Befragung in Deutschland durchgeführt haben. Typischerweise sind dies branchenübergreifend rund 1.000 Organisationen, wobei als Vergleichsgruppe auch eine bestimmte Branche und/oder Größenklasse in Frage kommt. Great Place to Work® bietet damit eine der weltweit größten Datenbasen für externe Benchmarks.
  • Die Great Place to Work® Benchmark-Systematik teilt die jeweilige Vergleichsgruppe anhand der Ergebnisse in sieben Stufen von „sehr kritisch“ bis „exzellent“ ein. Jede Stufe repräsentiert dabei einen bestimmten Anteil an Unternehmen – bspw. klassifizieren wir die besten 5% der Organisationen als „exzellent“, wobei dieses Niveau typischerweise den als „Beste Arbeitgeber Deutschlands“ ausgezeichneten Unternehmen entspricht.
  • In unseren Berichten stellen wir Vergleichswerte aus einer oder mehreren Benchmark-Stufen zur Verfügung. Es handelt sich dabei jeweils um die Eintrittsschwelle für eine Stufe, d.h. um den Minimalwert, der für die jeweilige Stufe erreicht werden muss. Üblicherweise werden die Stufen „kritisch“, „gut“ und „exzellent“ dargestellt:

Unterhalb der Stufe „kritisch“ liegen die 5% schlechtesten Unternehmen der Vergleichsgruppe, oberhalb von „exzellent“ liegen die 5% besten Unternehmen.

Die Eintrittsschwelle für die Stufe „gut“ markiert eine überdurchschnittliche Bewertung. In der Benchmark-Systematik werden insgesamt 40% der Unternehmen als überdurchschnittlich klassifiziert – also entweder auf der Stufe „gut“, „sehr gut“ oder „exzellent“ eingeordnet. Konkret bedeutet dies: wird dieser Vergleichswert überschritten, so gehört das Unternehmen zu den 40% der besten Organisationen aus der Vergleichsgruppe. Wird er unterschritten, so ist die Bewertung maximal durchschnittlich.1

Neben Vergleichswerten aus dieser Systematik können auch individuelle Benchmarks sowie Vergleichswerte aus anderen Ländern berücksichtigt werden.

Gute Fairness und kritische Gehaltszufriedenheit?

Sind 80% Zustimmung bei Fairness in Bezug auf Geschlecht nun ein gutes Ergebnis? Branchenübergreifend nein, exzellente Unternehmen erreichten hier in 2015-2019 ein Niveau von 94% und mehr Zustimmung. Eine Gehaltszufriedenheit von 60% ist dagegen auf der Stufe „sehr gut“ einzuordnen, die Unternehmen ab einer Zustimmung von 55% erreichen. Ein exzellentes Niveau wird allerdings auch hier erst ab 70% Zustimmung erreicht.

Das Beispiel zeigt: nur anhand externer Benchmarks lassen sich eigene Befragungsergebnisse richtig einordnen und Fehler bei der Identifikation von Handlungsfeldern vermeiden!

 

 

1 Vergleichswerte stellen wir sowohl für einzelne Fragen als auch für zentrale Kennziffern zur Verfügung. Für neu in den Fragebogen aufgenommene Aussagen führen wir repräsentative Studien in Online-Access-Panels durch, um bis zum Aufbau einer ausreichenden Kundendaten-Basis branchenübergreifende Vergleichsergebnisse bereitstellen zu können.



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