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Corona-Challenge: Arbeitgebermarke trifft VUCA

Der Corona-Zug rollt seit Anfang des Jahres durch Deutschland und die Welt. Mit dabei als Passagier: VUCA (Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity). Bedürfnisse der Arbeitnehmer, Optionen der Entscheider, Anforderungen an Führung – alles verändert sich. Diese enorme Dynamik zu bändigen, verlangt einen veränderten Fokus. Wer VUCA im Employer Branding mitdenkt, ist auf dem richtigen Weg.

VUCA ist eine konstante Herausforderung:

  • Unbeständigkeit in Entscheidungen (Volatility)
  • Unsicherheit bei Betroffenen (Uncertainty)
  • Komplexität der Situation (Complexity)
  • Mehrdeutigkeit der Zukunftsaussichten (Ambiguity)

Diese Faktoren sind immer da, mal mehr, mal weniger. Das Geheimnis ist: Nicht weglaufen, sondern begegnen, mit VUCA arbeiten. Passiert das nicht, kann VUCA fatal für die stabile Entwicklung einer Arbeitgebermarke sein. In Corona-Zeiten stärken Politik und Medien die VUCA-Faktoren häufig eher, statt Sicherheit zu geben. Um so wichtiger ist, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern jetzt klare Orientierung geben. Stabilität muss ein wichtiger Teil des Employer Branding sein. Leicht gesagt, wenn viele Unternehmen selbst in schwerer See unterwegs sind. Aber: Wer über Umsatzrückgänge klagt, kann sich innere Unsicherheit oder den Abgang der besten Fachkräfte um so weniger leisten.

4 zentrale VUCA-Regeln

1. Eine klare Ausrichtung der Corporate Identity ist ein Weg, um Unbeständigkeit entgegenzuwirken. Wenn Mitarbeiter die Vision, das Zielbild des Unternehmens kennen und teilen, fällt es ihnen wesentlich leichter, unbeständige Rahmenbedingungen von außen zu bewältigen. Voraussetzung: aktuelle Maßnahmen oder Einschränkungen transparent erläutern, um das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter zu fördern.

2. Unsicherheit bringt jede Krise mit sich. Hier ist ein aktiver Umgang mit den Bedenken und Bedürfnissen der Mitarbeiter gefragt. Empathie und Verständnis sind die wesentlichen Faktoren, um die Mitarbeiter in der herausfordernden Zeit abzuholen. Zuhören ist das Gebot der Stunde.

3. Mit regelmäßiger Kommunikation der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung und Arbeitsbelastung sowie relevanten Informationen zu Regeln und Maßnahmen, schaffen Unternehmen Vertrauen und Klarheit. Die Mitarbeiter erhalten einen sicheren Arbeitsrahmen, in dem sie sich selbstbestimmt auf ihre Tätigkeiten konzentrieren können.

4. Agilität ist das Leitprinzip einer modernen Zusammenarbeit. Durch agile Setups und entsprechende Arbeitsorganisation steigen Reaktionsgeschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit bei unerwarteten Entwicklungen. Dazu gehört es, den Mitarbeitern Möglichkeiten wie Home-Office und flexible Arbeitszeiten anzubieten – und zwar dauerhaft. Ebenso bedeutend ist es, eine produktive Fehlerkultur zuzulassen. Das erfordert Mut, zahlt sich jedoch aus. Denn wer offen mit Fehlern umgeht und diese als Gelegenheit zur Entwicklung nutzt, wappnet sich gegen zukünftige Risiken.

Ein Unternehmen, dass sich agil, transparent und visionsfokussiert aufstellt, hat weit bessere Chancen, die Herausforderungen der VUCA-Welt zu meistern und erfolgreich zu sein.

Jetzt die freien Talente schnappen

Wer diese Punkte als Arbeitgeber berücksichtigt, ist für bestehende sowie potenzielle Mitarbeiter*innen zunehmend attraktiv. Unternehmen können in ihrem Employer Branding erlebbar machen, dass sie die Herausforderungen annehmen und in stabilisierende Prozesse und Organisationsformen übersetzen.

Die Stabilität der deutschen Wirtschaft allerdings steht noch in Frage. Das BIP wird – je nach Schätzung – um 5-8% zurückgehen. Bis zu 3 Millionen Arbeitsplätze werden durch Insolvenzen und Standortschließungen verloren gehen. Der Vorteil für alle Unternehmen, die überleben: Es werden Talente frei, die sich auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren. Klarer Rat: Digitale Formate, an die wir uns alle während Corona noch stärker gewöhnt haben, in der Ansprache in den Mittelpunkt stellen. Social Media Recruiting sollte Standard sein – nicht zuletzt, weil es für Zukunftsausrichtung und Agilität steht.

Aufgepasst: Die Wünsche und Erwartungen der Arbeitnehmer*innen werden sich wandeln. Drei Faktoren rücken deutlich in den Mittelpunkt:

  • gesunder Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben
  • sinnstiftenden Aufgaben
  • sichere Zukunftsperspektive

Stichworte hierfür bietet der Diskurs um systemrelevante Berufe und der Ausdruck von Wertschätzung, der für Arbeitsnehmer*innen wichtig ist. Eine neue Gründungswelle mit lokalem und regionalem Fokus ist im Übrigen ebenfalls zu erwarten.

Arbeitgebermarke trifft Corona

Auch die Gewohnheiten der Menschen dürften sich dauerhaft verändern: Wir werden anders einkaufen, anders lernen – und eben vor allem anders arbeiten. Wir werden in allen Lebensbereichen digitaler werden. Wir werden auch anders mit dem Thema Krankheit umgehen. Das Schlagwort Ansteckungsgefahr im Büro wird es nach Corona auch in die nächste Grippe- und Norovirus-Saison schaffen. Die Frage, wie der Einsatz im Betrieb und der Weg zur Arbeit reduziert werden können, wird häufiger werden. Corona hat das Leben verändert – jede Arbeitgebermarke muss sich mit verändern.

Das hat sich in jedem Unternehmen auch ganz akut gezeigt: Zum Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter*innen trägt eine konsequente Strategie zur Verhinderung einer Ansteckung am Arbeitsplatz bei. Dazu gehören ein ausgefeiltes und insbesondere klar kommuniziertes und vorgelebtes Hygienekonzept. Ist eine Rückkehr in den Betrieb geplant, muss geklärt werden, was im Falle einer Covid–19-Ansteckung im Unternehmen geschehen muss.

Kurzfristig reagieren, die Learnings mittelfristig in das Employer Branding einfließen lassen, langfristig Stabilität gewinnen. Das ist der beste Umgang mit VUCA.

 

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