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Resilienz – Die Superkraft um Krisen zu meistern

Resilienz- Due Superkraft um Krisen zu meistern

Jeder Mensch erlebt Krisen: seien es globale Krisen, wie die Klima- und Coronakrise, oder persönliche Herausforderungen. Die Resilienz ist das, was uns Krisen meistern lässt. Doch wie kann ich meine Resilienz trainieren und sogar stärken?

Lesen Sie in diesem Blog:

 

Nelson Mandela wusste „Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“ Unser Alltag ist gespickt von Herausforderungen, die es zu meistern gilt und nicht selten scheint eine solche Herausforderung kaum überwindbar. 

Neben all den alltäglichen Herausforderungen ist es zum einen die schiere Anzahl an Aufgaben, die immer weiter zu steigen scheint. Zum anderen sind es auch die, meist gänzlich unerwarteten, Krisen, Tragödien, Traumata und kritischen Bedrohungen, die uns täglich an unsere Grenzen bringen. Dabei rückt häufig in den Hintergrund, dass wir für diese herausfordernden Situationen nur dann optimal gerüstet sind, wenn wir die richtigen Fähigkeiten und Ressourcen zur Verfügung haben.

Als Beispiel dient hier eine Katastrophe der letzten Monate, die sicherlich noch vielen im Gedächtnis ist: Die Überflutungen durch den Starkregen im Juli 2021. Zerstörte Existenzen, traumatisierte Menschen, vermisste und verletzte Personen und leider auch viele verlorene Leben. Ein Ereignis, dass uns noch weit in die Zukunft prägen wird.

Und obwohl die Flut so unfassbar verheerend und schrecklich war und ist, so erscheint es doch verwunderlich, wie kraftvoll manche Betroffenen diese Ausnahmesituation meistern. Wie ist das zu erklären? Und was kann man von diesen Menschen lernen? Ein psychologisches Konzept bietet hier Antworten: Resilienz. 

 

Das psychologische Konzept der Resilienz

Der Begriff „Resilienz“ kommt ursprünglich aus der Wertstoffkunde. Er beschreibt die Fähigkeit eines Wertstoffs, sich verformen zu lassen und danach wieder zur alten Form zurückzufinden – so wie wir es von Schaumstoff oder Trampolinfedern kennen. Bezogen auf unsere Psyche beschreibt Resilienz die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisensituationen oder andauernden starken Belastungen. Ein weiterer Aspekt von Resilienz ist es, zeitnah das Ausgangsniveau der eigenen Kraft, Kompetenzen und Zufriedenheit wiederzuerlangen oder sogar gestärkt hervorzugehen.

Die Forschungsarbeiten von Emmy Werner, der „Mutter der Resilienzforschung“, und Aaron Antonovsky zeigen, dass ein nicht unbeachtlicher Teil der Menschen diese Resilienz-Fähigkeit besitzen und dass diese zu relevanten Anteilen erlernbar und trainierbar ist.

 

Wie kann ich meine Resilienz steigern?

Zuerst einmal sollte ich dafür sorgen, dass ich körperlich möglichst gesund bin. Ein hohes Wohlbefinden und beste Gesundheit helfen sich Ausnahmesituationen und Herausforderungen zu stellen. Für einen erfolgreichen Umgang mit Krisen ist es zudem wichtig, ihn sich auch zuzutrauen. Selbstvertrauen, Selbstfürsorge und ein positives Selbstkonzept sind die Basis dafür. Bei der Bewältigung kann auch ein unterstützendes soziales Netzwerk und eine starke Gemeinschaft helfen. Wie stark sich dies positiv auswirkt, konnte man auch in den überfluteten Gebieten erleben: Unglaublich viele Helfer*innen waren auf Anhieb vor Ort. Gemeinsam wurde angepackt und die Betroffenen erlebten sichtbare Fortschritte. Mit dem Wissen um die Hilfsbereitschaft und die „zusammen-schaffen-wir-das“-Mentalität, gelang es den Betroffenen Berge zu versetzen. Nicht nur die sichtbaren Berge aus Schlamm, Schutt und Müll – auch die unsichtbaren Berge von Schock, Angst, Schmerz, und Trauer.

Viele in den betroffenen Gebieten zeigten eine nahezu unglaubliche Organisations- und Problemlösefähigkeit: Aus dem Nichts gründeten Betroffene Online-Messanger-Gruppen zur Koordination, organisierten Hilfstrupps, koordinierten Hilfsgüter und Freiwillige. So konnten Helfer*innen nach Dringlichkeit eingesetzt werden und Alltag ins Chaos gebracht werden. Durch Absprachen und Austausch lernten Betroffene ihnen zuvor unbekannte Lösungsansätze und wendeten sie direkt an.

Zu guter Letzt verschaffte eine hohe Sinnorientierung den Betroffenen Resilienz-Superkräfte: Die Überzeugung, dass auch in einer Katastrophe eine Chance liegt. So lassen auch Glaube und die echte Verbundenheit mit einem höheren Ziel, wie beispielsweise dem Gemeinwohl, Menschen erstaunlich resilient werden – vor allem in Gegenwart von maximaler Gefahr und Bedrohung. Kaum zu glauben, dass fast ab Tag 1 für die Helfenden Bettlaken mit Aufschriften wie „Ihr seid wahre Helden! Danke an alle Helferinnen und Helfer“ an vielen Ruinen und Rohbauten hingen. 

 

ResilienzKonzeptnachAlSiebert

Abb. Resilienz-Konzept nach Al Siebert

 

 

Wie trainiere ich meine Resilienz konkret?

Zum einen gibt es zahlreiche hilfreiche Aktivitäten und Übungen , die unkompliziert umzusetzen sind. Diese sollten gerade im beruflichen Kontext gefördert, gemeinsam ausgeübt und im Alltag eingebaut werden. Als Arbeitgeber, Führungskraft oder Kolleg*in kann ich dafür sorgen, dass die Rahmengegebenheiten ein Üben auf individueller Ebene möglich machen und ich kann dazu animieren diese Übungen einzubinden. Einen einfachen Einstieg bieten hier Online-Seminare, digitale Kurz-Veranstaltungen und Team-Challenges.

Zum anderen hilft beim Thema Resilienz, wie im Leben allgemein: Das Entscheidende ist die Blickrichtung . Möchte ich die dramatische Katastrophe sehen oder die Chance? Möchte ich mich in dem Gefühl der Ohnmacht und Angst suhlen oder lieber positive Aktivitäten und Emotionen kultivieren? So hilft es zum Beispiel auch, sich nicht auf die Tragödie und die Bedrohung zu fokussieren, sondern die positiven Aspekte und die erfolgreichen Bewältigungsanteile zu betonen. Dabei hilft die Frage „Was kann ich in diesem Moment konkret beitragen?“

Auch im Falle der Flut kann dies angewendet werden. Was oben genannte Frage angeht: So gibt es auch weiterhin aktive Spendenkonten. Es wird dazu aufgerufen, in den Regionen Urlaub und Ausflüge zu machen – unser Tipp: der SolidAhr-Wanderweg entlang des Rotweinwanderwegs im Ahrtal. Ansonsten freuen sich Betroffene auch weiterhin, wenn man vor Ort mit anpackt oder mit kreativen Ideen etwas beiträgt.

  

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